29.06.2026
Ein einsames Bergparadies abseits des Rummels: Sechs Teilnehmer des DAV Moosburg stellten sich einer wirklichen Herausforderung im Nordosten Italiens. Das Ergebnis nach vier Tagen: 4.500 Höhenmeter, unvergessliche Panoramen und eine tolle Gemeinschaft.
Wer an die Dolomiten denkt, hat meist die berühmten, aber völlig überlaufenen Drei Zinnen vor Augen. Dass es auch ganz anders geht, bewies die sechsköpfige Wandergruppe bei ihrer Tour. Ihr Ziel: Die wilden, unberührten Friaulischen Dolomiten. Ihr Fazit: Landschaftlich ein absoluter Traum, sportlich ein fordernder Konditionstest.
Rund 4.500 Höhenmeter im Auf- und Abstieg mussten bewältigt werden. Das bedeutet im Schnitt weit über 1.000 Höhenmeter pro Tag – und das mit schwerem Gepäck auf dem Rücken. Hinzu kam noch die hohen Temperaturen am Hitzewochenende von 26. bis 29. Juni.
Steile Anstiege, Schotterkare, ausgesetzte Passagen und herausfordernde Abstiege von Hütte zu Hütte. Es war von der ersten Minute an sehr anspruchsvoll und schweißtreibend
Doch für jeden vergossenen Schweißtropfen wurden die sechs Alpinisten fürstlich belohnt. Die Friaulischen Dolomiten zeigten sich von ihrer spektakulärsten Seite. Schroffe Campanile, wie Nadeln in den Himmel ragende Felstürme, tief eingeschnittene Täler und ein sensationelles 360-Grad-Panorama ließen die Anstrengungen der Aufstiege immer wieder vergessen.
Besonders die Abende auf den Rifugios mit typisch friaulischem Essen brachten alles wieder ins Lot.
Am Ende der vier Tage steht fest: Diese Tour ist nichts für untrainierte Beine. Wer jedoch die Einsamkeit sucht, alpine Herausforderungen liebt und sich an einer wilden, ungezähmten Bergwelt nicht sattsehen kann, findet in den friaulischen Dolomiten sein persönliches Mekka. Die sechs Wanderer werden diese Wanderung jedenfalls so schnell nicht vergessen.